Einfach mal zuhause bleiben…

Aufgrund des Streiks begann mein Tag bereits um 4:45 Uhr. Oder besser: Hätte beginnen sollen. Denn mein Körper schloss sich spontan der GDL an und streikte. Ob es da vorher eine Urabstimmung gab, entzieht sich meiner Kenntnis, ich musste mich jedenfalls der Entscheidung beugen. Somit bin ich traurig und wütend zugleich wieder ins Bett und erst eine Stunde vor Anpfiff wieder aufgestanden.

Die Aufstellung war wenig überraschend, Ziereis für den gelbgesperrten Gonther, ansonsten wie gegen Leipzig. Die erste Halbzeit war Zittern pur, zumindest hier vor dem Fernseher. War im Stadion vermutlich nicht anders. Bei jedem Angriff der Lauterer – und davon gab es einige – habe ich das Gegentor förmlich gerochen. Aber es fiel nicht. Somit gehen wir mit einem für uns schmeichelhaften 0:0 in die Pause.

Thomas Meggle erzählt bei Sky irgendwas von „gewinnen wollen.“ Und ich frage mich, ob er das ernst meint. Aber offensichtlich hat er den besseren Draht zum Fußballgott. Denn gefühlt mit dem Wiederanpfiff nutzt Schnecke (einer der Vielgescholtenen, ihr erinnert euch?) einen Fehler von Demirbay zum 1:0. Dieses Mal juble ich sofort (und nicht wieder mit Verzögerung) und laut. Der Nachbar soll ja auch was davon haben 😉

Ich rechne mit wütenden Angriffen der Roten Teufel, aber noch bevor die sich von dem Schock erholt haben, passt Lenny auf Buchti und der wird nach Ringerart zu Boden gerissen. Es gibt Elfmeter FÜR uns, zum gefühlten ersten Mal in dieser Saison und ich bete, dass ihn jemand anderes als Lenny schießt. Halste erlöst mich und wenig später uns alle mit einem absolut sicheren Schuss. Dann beginnt das erneute Zittern. Und ich hätte da mal eine ganz generelle Frage:

Die Lauterer werfen zwar alles nach vorne, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass sie mit der ungewohnten Situation (letzte Heimniederlage im Februar 2014) nicht umgehen können. Dass uns der Fußballgott (oder Schiri Kinhöfer) hilft, sei nebenbei erwähnt, auch wenn ich der Meinung bin, dass wir das durchaus mal verdient haben.

Der Rest ist pure Freude! Doch mein Blick geht nach Darmstadt. Was soll ich nur mit diesem Spiel machen? Bei den einzigen beiden Auswärtssiegen (in Braunschweig und nun in Kaiserslautern) war ich nicht im Stadion. Allerdings war ich auch nicht in Aue oder Düsseldorf und wir haben trotzdem nicht gewonnen. Also was tun? Die Lösung war schnell gefunden, ich kann mir mit Glitzerkonfetti den Eintritt „erkaufen“ und werde das auch tun.

Aber zunächst steht noch das Heimspiel gegen Bochum an. Einige tun ja so, als wäre das ein Selbstläufer und bereits gewonnen. Das halte ich für verfrüht. Und ich bin nicht allein.

Aber der Sieg bei einem Aufstiegskandidaten dürfte Selbstbewusstsein gegeben haben.

Am Ende der Saison freue ich mich jedenfalls auf das (hoffentlich!) letzte Heimspiel der Saison. Ich habe tatsächlich wieder Lust auf Fußball, nicht nur wegen der Bezugsgruppe, sondern endlich – ENDLICH – wieder wegen der Boys in Brown.

Und mit meinem streikenden Körper werde ich bis dahin eine Friedenspflicht bis Saisonende vereinbaren.

Um dann am Sonntag zu singen: Die ganze Kurve singt und tanzt für dich!

Ebenfalls von Zuhause berichtet der Übersteiger:
http://blog.uebersteiger.de/2015/05/10/32-spieltag-a-1-fc-kaiserslautern/

In Kaiserslautern wurde gefeiert:
https://couchgepoebel.wordpress.com/2015/05/10/brown-white-honeycakehorse/

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3 Gedanken zu „Einfach mal zuhause bleiben…

  1. Pingback: Klassenkampf im Schneckentempo – #FCSP holt Auswärtssieg in Lautern | KleinerTods FC St. Pauli Blog

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