Heiter bis wolkig – die Gefühlslage vor dem Abstiegsendspiel

Normalerweise schreibe ich ja keine Vorschau auf den Spieltag, aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.

In meiner Timeline und meinem realen Umfeld herrscht Gefühlschaos. Jeder möchte etwas anderes für den letzten Spieltag.

Fast alle haben wahrscheinlich sämtliche Szenarien durchgerechnet und wissen Bescheid, was passiert wenn.

Und ich bin immer noch ganz ruhig. Natürlich hab ich mir einen Plan für die mögliche Relegation angesehen. Muss ich ja, denn ich muss mich VOR dem Spiel in Darmstadt entscheiden, ob ich meine Auswärtsdauerkarte selbst nehme oder sie jemandem überlasse, der nicht durch die ganze Republik reisen und ein Vermögen dafür hinblättern muss. Denn dass ich zum entscheidenden Heimspiel fahren würde, ist natürlich klar.

Ich ringe immer noch mit mir. Ich hatte es letzten Sonntag freimütig versprochen ohne Zeit und Geld zu bedenken. Was man halt so macht, wenn die Endorphine die Kontrolle übernommen haben. Dennoch bin ich mir momentan wirklich nicht sicher, ob ich das Versprechen halten kann. Da wechselt meine aktuelle Gefühlslage etwa 5 Mal pro Stunde.

Aber es gibt ja auch noch 100 andere Szenarien. Und ich glaube momentan an den direkten Klassenerhalt. Warum kann ich nicht so genau sagen. Aber ich bin heute morgen aufgewacht und dachte: Wir schaffen das!

Wenn man sich die Interviews der Spieler so anhört, bekommt man das Gefühl, dass es ihnen ähnlich geht, ohne aber das Gefühl zu haben, sie würden die Gefahr nicht erkennen .

Lenny zum Beispiel strahlt eine unheimliche Ruhe und Zuversicht aus. Und vor allem Selbstvertrauen. Kann er nach dem Spiel gegen Bochum auch. Ich hab ihm ja schon ein Tor angedichtet, bin aber bei aller Emotionalität durchaus soweit realistisch, dass ich weiß, dass das schwer genug wird. Außerdem ist es mir am Ende völlig egal, wer das Tor schießt, wenn es einer schießt.

Wobei ich nicht an einen Sieg glaube, mir aber ziemlich sicher bin, dass ein Unentschieden reichen wird. Denn auch die anderen müssen (je nach Szenario), gewinnen oder zumindest punkten. Ich glaube, dass es den FSV Frankurt erwischen wird und Aue es schafft. Es ist aber ziemlich egal, was ich oder wer auch immer glaubt, denn wir alle werden es erst am Sonntag 17:25 Uhr (seit Neuestem wird ja gerne mal gefühlte 10 Minuten nachgespiet) wissen.

Trotzdem: Ich für meinen Teil möchte mich weder von der Schwarzseherei oder Panikmache noch vom grenzenlosen Optimismus anstecken lassen. Lassen wir die Jungs und Ewald doch einfach mal machen und vertrauen ihnen. Sie werden ihr Bestes geben und wenn das nicht reichen sollte, tja dann… Spielen wir entweder Relegation oder fahren nächste Saison nach Großaspach.

Das täte weh, aber es wäre kein Weltuntergang (dabei blende ich die finanzielle Seite jetzt einfach mal aus, da ich da einfach zu wenig Einblick habe). Wir würden doch alle auch weiterhin treu zu unserem magischen FC stehen oder etwas nicht?

In diesem Sinne: Oh Sankt Pauli, bist mein Verein. Und du wirst es auch für immer bleiben. Denn ganz egal, was auch geschieht, wir werden immer bei dir sein.

Oder auch:

Noch mehr Vorschau und Rechenbeispiele:

http://grenzenlos1910.com/last-exit-darmstadt/

https://mfsanktpauli.wordpress.com/2015/05/23/klassenerhalt-in-darmstadt/

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Ein Gedanke zu „Heiter bis wolkig – die Gefühlslage vor dem Abstiegsendspiel

  1. Pingback: #Link11: Schlange stehen vor dem Schicksalsberg | Fokus Fussball

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