Die hymnenlosen Dosen

Nachdem der letzte Blogeintrag quasi ungelesen im Entwürfeordner vor sich hin schlummert, mache ich einfach einen neuen Versuch, vielleicht erblickt ja dieser Beitrag das Licht der Welt.

Zu erzählen gibt es einiges, ich versuche es – wie eigentlich immer – chronologisch:

Für mich ging der Spieltag dieses Mal „erst“ um 9 Uhr los, was wirklich recht entspannt ist, wenn man an 4:41 Uhr gewöhnt ist. Dank 1. Klasse (was mir den neuen, fragwürden Spitznamen des Luxusluders einbrachte. Hallo?!) war die Anreise tatsächlich ruhig und ohne Vorkommnisse. Wenn man mal davon absieht, dass wir PÜNKTLICH waren. Das muss man schon auch mal herausheben, kommt nicht so oft vor, wobei mir auf der Rückfahrt das Selbe passierte. In Hamburg angekommen, durfte ich ENDLICH den Lieblingswombat wieder abholen und knuddeln.

Kurzer Abstecher ins Hotel, Gepäck abwerfen und umziehen, dann zu den Fanräumen und dem Rest der Truppe. Obwohl zwei, drei Gesichter gefehlt haben, waren wir ganz schön zahlreich. Aber ins Stadion wollte außer mir und der Glitzerkonfettibeauftragten noch niemand. Habt ihr es nicht vermisst? Ich ja schon. Wobei weniger das Stadion und den Fußball an sich, als die Bezugsgruppe. Aber da die lieber – vorerst – draußen blieb, hatten wir unseren Stammplatz erst mal für uns. Nach und nach trudelte dann auch der Rest der Gruppe ein. Einsingen, Choreo diskutieren (die Nähmaschine, die bei uns eher ein Fernseher war) und viel (Glitzer)Konfetti werfen. Wir stehen ja eigentlich immer an derselben Stelle, aber die Nachbarschaft war dieses Mal wieder besonders anstrengend. Unter mir gab es Diskussionen zum Thema Konfetti und Müllverursachung, hinter mir wurde das kommende Kaffeekränzchen, die Klassensprecherwahlen und der Vorstadtverein diskutiert.

Kann man machen, muss man aber nicht während des Spiels machen. Hätte ich gewusst, dass ein böser Blick reicht, um mal für eine halbe Minute die Klappe zu halten, hätte ich das viel früher versucht. So gab es den erst 5 Minuten vor Ende, als Lenny – ausnahmsweise zu Unrecht – beschimpft wurde.

Zum Spiel selbst von mir wie immer nur kurz: Ratsche trifft, obwohl (oder weil) sein persönlicher Fanboy nicht da ist. Schade eigentlich, der freut sich doch immer so schön. Leider hat der Bierbecher des Wombats den Torjubel nicht überstanden. Wobei wie es dem Becher geht, wissen wir gar nicht so genau, denn der verabschiedete sich vom Henkel und ging seine eigenen Wege. Sollte jemand einen henkellosen Sobiech-Becher gefunden haben, Hinweise gerne an mich. Vielleicht gibt es ja eine Reunion.

Danach folgte eine Abwehrschlacht, wie ich sie schon lange nicht mehr am Millerntor gesehen habe. Vor allem nicht mit positivem Ausgang für uns. Irgendjemand bekam immer noch ein Bein oder eine Hand (zum Glück immer nur Himmelmann) dazwischen. Mir sind vor allem Sobota und Ratsche aufgefallen, die irgendwie immer überall zu finden waren. Die Leipziger (übrigens immer noch hymnenlos) halfen dann auch noch mit und versiebten die Chancen, die sie hatten. Wir sind quasi deren Angstgegner.

Zu RBL ansich will ich mich gar nicht weiter äußern. Mir sind die weitestgehend egal. Wenn sie aufsteigen, sollen sich andere damit rumärgern. Es sei denn wir steigen auch auf, dann haben wir die nicht mal los… Andererseits: Solange die immer garantiert 6 Punkte ablieferen, kann ich mit ihnen leben.

War jedenfalls ein gelungener Heimspielrestrückrundenauftakt. Kann gerne so weiter gehen. Gerne auch nächsten Freitag, allerdings ohne mich. Aber mit Leonie. Und die und Lenny können ganz gut Tore schießen. Ich frag lieber nicht nach ihrer Bilanz, nachdem meine eigene so grauenvoll ist.

Kommen wir zurück zum Freitag und einer sehr schönen Runde an der Domschänke. Zusammen mit HH3 und HH4, die offenbar mal wieder Auslauf brauchten. Und weil die Polizei es nicht so mit den Augen hat, standen die Wasserwerfer genau vor der Ausfahrt vom Parkplatz. Aber die Teile sind ja so toll, die haben sogar einen Rückwärtsgang. Der Diffidati-Marsch durfte dann trotz (oder wegen) dem Riesenaufgebot nicht stattfinden. Somit fand ich mich mit einer kleinen Gruppe auf der Suche nach etwas Essbarem wieder. Der Chinese hatte zu (an einem Freitag?!) und beim Inder war voll. Doch während wir noch vor selbigem standen und beratschlagten, wo es als nächstes hingehen könnte, wurden wir auch schon hereingebeten und für uns Platz geschaffen. Viel mehr möchte ich darüber auch nicht erzählen, nur so viel sei gesagt: es war sehr lustig und informativ. Für den Rest gilt: What happens at the Inder, stays at the Inder 😉

Danach dem Wombat noch kurzzeitig Asyl gewährt und dann eine ruhige Nacht verbracht. Morgens (na gut um halb zwölf) zum Bahnhof gefahren und sich erst mal mit Franzbrötchen eingedeckt. 4 Stück haben genau für zwei Tage gereicht. Tja nun. Ansonsten war die Rückfahrt ähnlich ereignislos wie die Hinfahrt und München begrüßte mich wie immer

Zuhause dann noch mein nachträgliches Geburtstagsgeschenk ausgepackt. Viel Liebe für den Lieblingswombat. Bekommt selbstverständlich einen Ehrenplatz.

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Ich werde nächsten Freitag mal wieder am Fernseher mitfiebern, worüber sich die Wäsche freuen dürfte, denn ohne irgendeine Ablenkung geht es ja nicht.

Wir sehen uns in Duisburg, in spezieller Begleitung, aber dazu dann danach mehr.

Bis dahin:

Voran magischer FC

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3 Gedanken zu „Die hymnenlosen Dosen

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