Lost in Duisburg

Für mich begann die Reise ins Ruhrgebiet oder ins Rheinland (3 Menschen gefragt, 5 Meinungen bekommen) bereits am Samstag mit einer recht entspannten Zugfahrt. Und dank Philipp Heerwagen im Millernton war sie auch sehr unterhaltsam. Der ist ja so sympathisch, der könnte glatt Lennys Nachfolger werden, aber erstens gibt es da wohl schon andere Interessentinnen, zweitens mögen den ja alle und drittens – machen wir uns nichts vor – wird es eh so schnell keinen Nachfolger für Lenny geben.

In Duisburg angekommen, habe ich kurz mein Hotelzimmer bezogen, meiner Löwenfan-Mama zum Sieg gratuliert (gibt ja nicht so viele Gelegenheiten da Pluspunkte als gute Tochter zu sammeln) und Duisburg schon wieder in Richtung Düsseldorf verlassen, denn ich war mit zwei Twitterern zum Essen und (vor allem) Trinken verabredet. Schließlich gab es auch was zu feiern:

Nicht, dass wir dazu wirklich einen Grund gebraucht hätten. Es war jedenfalls eine illustre Runde: Der Lieblings-HSVer, der Effzeh-Fan und das Fangirl. Und ein paar Alt. Und ein paar Killepitsch.

Und so kam es, wie es kommen musste, die Fußballökumene Hamburg verbrüderte sich spätabends noch.

Und damit wir am nächsten Tag den Ball nicht doppelt sehen, ging es dann doch recht zeitig zurück nach Duisburg.

Lieber Maurus, lieber Cosmo, es war mir eine Freude! Gerne im April wieder!

Der Start in den nächsten Morgen war etwas holpriger als gedacht, jedenfalls wurde mir um 11 noch merklicher Restalkohol beschieden. Ich weiß gar nicht, wo der hergekommen sein soll. Aber es gelang mir sämtliche Mitglieder der „Reisegruppe Auswärtssieg“ am Hauptbahnhof Duisburg einzusammeln. Nur blöd, dass keiner so richtig wusste, wie es von da ins Stadion geht. Normalerweise hat man da ja eh keine Wahl, weil unsere Freunde von der Polizei einen gleich in irgendeine/n Bahn/Bus lotsen. Hier war das (leider) nicht der Fall und so verbrachten wir eine geschätzte halbe Stunde mit der Suche nach dem richtigen Bus bzw. der richtigen Haltestelle. Aber „Stadion P2“ klang zumindest mal nach richtiger Richtung. War es auch, nur leider genau gegenüber vom Gästeblock. Also einmal rum ums Stadion. Und was die „Dorfjugend“ da so an Sprüchen abließ, zeugte alles andere als von guter Erziehung.

Im Stadion wurden wir dafür mit Pommes für quasi umsonst belohnt. O-Ton bessere Hälfte „Für 2 Euro bekommst du bei uns nicht mal Servietten.“ Dafür gab es wohl nur alkoholfreies Bier, aber mir reichte der Rest vom Vortag noch. Nach Lesen der Aufstellung hätte ich dann doch gerne nochmal so einen Killepitsch gehabt. Ohne Stamm-Innenverteidigung war mir etwas mulmig, was durch den kurzfristigen Ausfall von Bernd Nehrig nicht wirklich besser wurde. Duisburg spielte seine 135 verschiedenen Hymnen, von denen mich nur der Zebrastreifen-Twist nachhaltig begeistern konnte. Die Cheerleader in der Halbzeit lasse ich einfach mal unkommentiert so stehen. Das Spiel war zäh, also im Prinzip wie erwartet. Aber Geduld zahlt sich eben doch oft aus und so gelang Ratsche (mal wieder) das 1:0. Das sehr viel schönere Tor – und ich denke, da sind wir uns alle einig – war aber das 2:0. Zuerst dachte ich ja John verdaddelt den Ball noch, aber dann… Freude pur. Bei uns im Block, bei den Jungs auf dem Rasen. Keinem hätte ich es nach dem Saisonverlauf und vor allem dem privaten Mist mehr gegönnt.

Und damit bin ich bei einem Punkt, der mich ein bisschen stört. Nicht erst seit Sonntag, sondern schon länger, aber gerade Sonntag hätte ich mir etwas anderes als „Ewald Lienen“ Fangesänge gewünscht. Versteht mich nicht falsch, ich hab überhaupt gar nichts gegen Ewald. Um Gottes Willen. Wer weiß, wo wir ohne ihn wären. Aber was wurde aus „Die Mannschaft ist der Star“? Habt ihr euch die Jungs mal angeguckt in der Kurve? Die stehen da manchmal wie bestellt und nicht abgeholt. Die denken sich vermutlich auch ihren Teil. Mir hätte irgendwas „mannschaftsdienlicheres“ jedenfalls besser gefallen. Und damit bin ich nicht allein, wie ich weiß.

Mit den 3 Punkten im Gepäck machten wir uns auf die Heimreise. Der Lieblings-HSVer verabschiedete sich am Stadion, wird uns aber mit Sicherheit zukünftig öfter unterstützen, wenn ich ihn da richtig verstanden habe 😉

Da wir mit der Anreise nicht besonders glücklich waren und sich wieder keiner für uns zuständig fühlte, versuchten wir es dieses Mal mit der anderen Richtung. War auch keine gute Idee, das war nämlich Richtung Parkplatz und entgegengesetzt vom Bahnhof. Ein paar Nachfragen später, wussten wir zumindest grob, in welche Richtung wir gehen mussten. Zum Glück fahren in Duisburg Sonntags Busse (was nicht überall so ist, wie ich auswärts auch schon feststellen durfte) und somit kamen wir doch noch recht bequem und früh genug am Bahnhof an, um uns noch einen Kaffee oder (für nicht Kaffeetrinker wie mich) Kakao zu gönnen, bevor wir uns zu den verschiedenen Zügen begaben.

Die Rückfahrt war ebenso ereignislos wie pünktlich und somit blieb mir nur noch eines zu tun:

Braunschweig am Donnerstag fällt für mich aus, aber dafür ist Heidenheim ja quasi um die Ecke.

Bis dahin: Ich liebe dich, ich träum von dir….

 

Es schrieben auch:

https://kleinertod.wordpress.com/2016/02/29/aus-der-not-drei-punkte-gemacht-fcsp-auswaertssieg-in-duisburg/

Grenzenlos, Glitzer-Ponpons & ein bisschen Glück

http://niceguys.blogsport.de/2016/02/29/senfdazu15/

Zebrastreifen am Horizont

 

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2 Gedanken zu „Lost in Duisburg

  1. Pingback: Aus der Not drei Punkte gemacht – #FCSP Auswärtssieg in Duisburg | KleinerTods FC St. Pauli Blog

  2. Pingback: Hier im Ruhrgebiet Vol. 2 – Couchgepöbel

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