Lost in Duisburg

Für mich begann die Reise ins Ruhrgebiet oder ins Rheinland (3 Menschen gefragt, 5 Meinungen bekommen) bereits am Samstag mit einer recht entspannten Zugfahrt. Und dank Philipp Heerwagen im Millernton war sie auch sehr unterhaltsam. Der ist ja so sympathisch, der könnte glatt Lennys Nachfolger werden, aber erstens gibt es da wohl schon andere Interessentinnen, zweitens mögen den ja alle und drittens – machen wir uns nichts vor – wird es eh so schnell keinen Nachfolger für Lenny geben.

In Duisburg angekommen, habe ich kurz mein Hotelzimmer bezogen, meiner Löwenfan-Mama zum Sieg gratuliert (gibt ja nicht so viele Gelegenheiten da Pluspunkte als gute Tochter zu sammeln) und Duisburg schon wieder in Richtung Düsseldorf verlassen, denn ich war mit zwei Twitterern zum Essen und (vor allem) Trinken verabredet. Schließlich gab es auch was zu feiern:

Nicht, dass wir dazu wirklich einen Grund gebraucht hätten. Es war jedenfalls eine illustre Runde: Der Lieblings-HSVer, der Effzeh-Fan und das Fangirl. Und ein paar Alt. Und ein paar Killepitsch.

Und so kam es, wie es kommen musste, die Fußballökumene Hamburg verbrüderte sich spätabends noch.

Und damit wir am nächsten Tag den Ball nicht doppelt sehen, ging es dann doch recht zeitig zurück nach Duisburg.

Lieber Maurus, lieber Cosmo, es war mir eine Freude! Gerne im April wieder!

Der Start in den nächsten Morgen war etwas holpriger als gedacht, jedenfalls wurde mir um 11 noch merklicher Restalkohol beschieden. Ich weiß gar nicht, wo der hergekommen sein soll. Aber es gelang mir sämtliche Mitglieder der „Reisegruppe Auswärtssieg“ am Hauptbahnhof Duisburg einzusammeln. Nur blöd, dass keiner so richtig wusste, wie es von da ins Stadion geht. Normalerweise hat man da ja eh keine Wahl, weil unsere Freunde von der Polizei einen gleich in irgendeine/n Bahn/Bus lotsen. Hier war das (leider) nicht der Fall und so verbrachten wir eine geschätzte halbe Stunde mit der Suche nach dem richtigen Bus bzw. der richtigen Haltestelle. Aber „Stadion P2“ klang zumindest mal nach richtiger Richtung. War es auch, nur leider genau gegenüber vom Gästeblock. Also einmal rum ums Stadion. Und was die „Dorfjugend“ da so an Sprüchen abließ, zeugte alles andere als von guter Erziehung.

Im Stadion wurden wir dafür mit Pommes für quasi umsonst belohnt. O-Ton bessere Hälfte „Für 2 Euro bekommst du bei uns nicht mal Servietten.“ Dafür gab es wohl nur alkoholfreies Bier, aber mir reichte der Rest vom Vortag noch. Nach Lesen der Aufstellung hätte ich dann doch gerne nochmal so einen Killepitsch gehabt. Ohne Stamm-Innenverteidigung war mir etwas mulmig, was durch den kurzfristigen Ausfall von Bernd Nehrig nicht wirklich besser wurde. Duisburg spielte seine 135 verschiedenen Hymnen, von denen mich nur der Zebrastreifen-Twist nachhaltig begeistern konnte. Die Cheerleader in der Halbzeit lasse ich einfach mal unkommentiert so stehen. Das Spiel war zäh, also im Prinzip wie erwartet. Aber Geduld zahlt sich eben doch oft aus und so gelang Ratsche (mal wieder) das 1:0. Das sehr viel schönere Tor – und ich denke, da sind wir uns alle einig – war aber das 2:0. Zuerst dachte ich ja John verdaddelt den Ball noch, aber dann… Freude pur. Bei uns im Block, bei den Jungs auf dem Rasen. Keinem hätte ich es nach dem Saisonverlauf und vor allem dem privaten Mist mehr gegönnt.

Und damit bin ich bei einem Punkt, der mich ein bisschen stört. Nicht erst seit Sonntag, sondern schon länger, aber gerade Sonntag hätte ich mir etwas anderes als „Ewald Lienen“ Fangesänge gewünscht. Versteht mich nicht falsch, ich hab überhaupt gar nichts gegen Ewald. Um Gottes Willen. Wer weiß, wo wir ohne ihn wären. Aber was wurde aus „Die Mannschaft ist der Star“? Habt ihr euch die Jungs mal angeguckt in der Kurve? Die stehen da manchmal wie bestellt und nicht abgeholt. Die denken sich vermutlich auch ihren Teil. Mir hätte irgendwas „mannschaftsdienlicheres“ jedenfalls besser gefallen. Und damit bin ich nicht allein, wie ich weiß.

Mit den 3 Punkten im Gepäck machten wir uns auf die Heimreise. Der Lieblings-HSVer verabschiedete sich am Stadion, wird uns aber mit Sicherheit zukünftig öfter unterstützen, wenn ich ihn da richtig verstanden habe 😉

Da wir mit der Anreise nicht besonders glücklich waren und sich wieder keiner für uns zuständig fühlte, versuchten wir es dieses Mal mit der anderen Richtung. War auch keine gute Idee, das war nämlich Richtung Parkplatz und entgegengesetzt vom Bahnhof. Ein paar Nachfragen später, wussten wir zumindest grob, in welche Richtung wir gehen mussten. Zum Glück fahren in Duisburg Sonntags Busse (was nicht überall so ist, wie ich auswärts auch schon feststellen durfte) und somit kamen wir doch noch recht bequem und früh genug am Bahnhof an, um uns noch einen Kaffee oder (für nicht Kaffeetrinker wie mich) Kakao zu gönnen, bevor wir uns zu den verschiedenen Zügen begaben.

Die Rückfahrt war ebenso ereignislos wie pünktlich und somit blieb mir nur noch eines zu tun:

Braunschweig am Donnerstag fällt für mich aus, aber dafür ist Heidenheim ja quasi um die Ecke.

Bis dahin: Ich liebe dich, ich träum von dir….

 

Es schrieben auch:

https://kleinertod.wordpress.com/2016/02/29/aus-der-not-drei-punkte-gemacht-fcsp-auswaertssieg-in-duisburg/

Grenzenlos, Glitzer-Ponpons & ein bisschen Glück

http://niceguys.blogsport.de/2016/02/29/senfdazu15/

Zebrastreifen am Horizont

 

Die hymnenlosen Dosen

Nachdem der letzte Blogeintrag quasi ungelesen im Entwürfeordner vor sich hin schlummert, mache ich einfach einen neuen Versuch, vielleicht erblickt ja dieser Beitrag das Licht der Welt.

Zu erzählen gibt es einiges, ich versuche es – wie eigentlich immer – chronologisch:

Für mich ging der Spieltag dieses Mal „erst“ um 9 Uhr los, was wirklich recht entspannt ist, wenn man an 4:41 Uhr gewöhnt ist. Dank 1. Klasse (was mir den neuen, fragwürden Spitznamen des Luxusluders einbrachte. Hallo?!) war die Anreise tatsächlich ruhig und ohne Vorkommnisse. Wenn man mal davon absieht, dass wir PÜNKTLICH waren. Das muss man schon auch mal herausheben, kommt nicht so oft vor, wobei mir auf der Rückfahrt das Selbe passierte. In Hamburg angekommen, durfte ich ENDLICH den Lieblingswombat wieder abholen und knuddeln.

Kurzer Abstecher ins Hotel, Gepäck abwerfen und umziehen, dann zu den Fanräumen und dem Rest der Truppe. Obwohl zwei, drei Gesichter gefehlt haben, waren wir ganz schön zahlreich. Aber ins Stadion wollte außer mir und der Glitzerkonfettibeauftragten noch niemand. Habt ihr es nicht vermisst? Ich ja schon. Wobei weniger das Stadion und den Fußball an sich, als die Bezugsgruppe. Aber da die lieber – vorerst – draußen blieb, hatten wir unseren Stammplatz erst mal für uns. Nach und nach trudelte dann auch der Rest der Gruppe ein. Einsingen, Choreo diskutieren (die Nähmaschine, die bei uns eher ein Fernseher war) und viel (Glitzer)Konfetti werfen. Wir stehen ja eigentlich immer an derselben Stelle, aber die Nachbarschaft war dieses Mal wieder besonders anstrengend. Unter mir gab es Diskussionen zum Thema Konfetti und Müllverursachung, hinter mir wurde das kommende Kaffeekränzchen, die Klassensprecherwahlen und der Vorstadtverein diskutiert.

Kann man machen, muss man aber nicht während des Spiels machen. Hätte ich gewusst, dass ein böser Blick reicht, um mal für eine halbe Minute die Klappe zu halten, hätte ich das viel früher versucht. So gab es den erst 5 Minuten vor Ende, als Lenny – ausnahmsweise zu Unrecht – beschimpft wurde.

Zum Spiel selbst von mir wie immer nur kurz: Ratsche trifft, obwohl (oder weil) sein persönlicher Fanboy nicht da ist. Schade eigentlich, der freut sich doch immer so schön. Leider hat der Bierbecher des Wombats den Torjubel nicht überstanden. Wobei wie es dem Becher geht, wissen wir gar nicht so genau, denn der verabschiedete sich vom Henkel und ging seine eigenen Wege. Sollte jemand einen henkellosen Sobiech-Becher gefunden haben, Hinweise gerne an mich. Vielleicht gibt es ja eine Reunion.

Danach folgte eine Abwehrschlacht, wie ich sie schon lange nicht mehr am Millerntor gesehen habe. Vor allem nicht mit positivem Ausgang für uns. Irgendjemand bekam immer noch ein Bein oder eine Hand (zum Glück immer nur Himmelmann) dazwischen. Mir sind vor allem Sobota und Ratsche aufgefallen, die irgendwie immer überall zu finden waren. Die Leipziger (übrigens immer noch hymnenlos) halfen dann auch noch mit und versiebten die Chancen, die sie hatten. Wir sind quasi deren Angstgegner.

Zu RBL ansich will ich mich gar nicht weiter äußern. Mir sind die weitestgehend egal. Wenn sie aufsteigen, sollen sich andere damit rumärgern. Es sei denn wir steigen auch auf, dann haben wir die nicht mal los… Andererseits: Solange die immer garantiert 6 Punkte ablieferen, kann ich mit ihnen leben.

War jedenfalls ein gelungener Heimspielrestrückrundenauftakt. Kann gerne so weiter gehen. Gerne auch nächsten Freitag, allerdings ohne mich. Aber mit Leonie. Und die und Lenny können ganz gut Tore schießen. Ich frag lieber nicht nach ihrer Bilanz, nachdem meine eigene so grauenvoll ist.

Kommen wir zurück zum Freitag und einer sehr schönen Runde an der Domschänke. Zusammen mit HH3 und HH4, die offenbar mal wieder Auslauf brauchten. Und weil die Polizei es nicht so mit den Augen hat, standen die Wasserwerfer genau vor der Ausfahrt vom Parkplatz. Aber die Teile sind ja so toll, die haben sogar einen Rückwärtsgang. Der Diffidati-Marsch durfte dann trotz (oder wegen) dem Riesenaufgebot nicht stattfinden. Somit fand ich mich mit einer kleinen Gruppe auf der Suche nach etwas Essbarem wieder. Der Chinese hatte zu (an einem Freitag?!) und beim Inder war voll. Doch während wir noch vor selbigem standen und beratschlagten, wo es als nächstes hingehen könnte, wurden wir auch schon hereingebeten und für uns Platz geschaffen. Viel mehr möchte ich darüber auch nicht erzählen, nur so viel sei gesagt: es war sehr lustig und informativ. Für den Rest gilt: What happens at the Inder, stays at the Inder 😉

Danach dem Wombat noch kurzzeitig Asyl gewährt und dann eine ruhige Nacht verbracht. Morgens (na gut um halb zwölf) zum Bahnhof gefahren und sich erst mal mit Franzbrötchen eingedeckt. 4 Stück haben genau für zwei Tage gereicht. Tja nun. Ansonsten war die Rückfahrt ähnlich ereignislos wie die Hinfahrt und München begrüßte mich wie immer

Zuhause dann noch mein nachträgliches Geburtstagsgeschenk ausgepackt. Viel Liebe für den Lieblingswombat. Bekommt selbstverständlich einen Ehrenplatz.

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Ich werde nächsten Freitag mal wieder am Fernseher mitfiebern, worüber sich die Wäsche freuen dürfte, denn ohne irgendeine Ablenkung geht es ja nicht.

Wir sehen uns in Duisburg, in spezieller Begleitung, aber dazu dann danach mehr.

Bis dahin:

Voran magischer FC

Verdammte Axt

Das war es nun also, das Fußballjahr 2015. Und obwohl ich unbedingt zu diesem letzten Spiel des Jahres wollte, bin ich doch auch froh, dass nun ein paar Wochen Pause ist.

In diesem Spiel war allerdings von vornherein der Wurm drin. Gleich nach der Terminierung hatte ich Urlaub genommen und den Zug und das Hotel gebucht. Nur auf die Idee, mir den Vorverkaufstermin in den Kalender einzutragen (so wie sonst immer), bin ich nicht gekommen. Bis ich begriffen hatte, dass eine Karte benötigt wird, gab es selbstverständlich keine mehr. Also erst mal in Panik ausgebrochen. Und sich dann der guten Verbindungen erinnert. „Alles voll easy und kein Problem.“ wurde mir versichert und ich war zumindest vorerst beruhigt.

Das nächste Problem stellte sich am Wochenende vorher: Magen-Darm-Infekt. Wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht. Ich wusste jedenfalls eigentlich bis Freitag früh nicht, ob ich in den Zug steigen können würde oder nicht. Aber das ging dann doch erstaunlich gut. Und nervige Frisösen gab es dieses Mal auch nicht. Nur eine etwas vernachlässigte Zugmitte.

Ich hatte noch genug Zeit mich im Hotel ein bisschen frisch zu machen, bevor ich meine Karte in Empfang nehmen und mit meiner geliebten Bezugsgruppe quatschen durfte. Ich bekam spontan noch eine Mütze geschenkt und obwohl ich alles andere als ein Mützengesicht habe, finde ich die richtig toll. Vielen Dank an die Wombat-Mama.

Vor Anpfiff wurden erst mal die verschiedenen Wurf- und Leuchtmaterialien verteilt und manch einer hatte zwischendurch ein paar Hände zu wenig. Wir haben aber alles an den Mann/die Frau/den Rasen gebracht.

Das Spiel war kein wirklicher Hochgenuss, aber das war zu erwarten. „Besser als in Bielefeld.“ ließ der Nebensteher verlauten. Gut, viel grausamer ging ja eh nicht. Überraschend war der Torschütze zum 1:0: Bernd Nehrig. Dürfte er gerne öfter so machen. Was ich weniger oft so bräuchte, wäre ein Schiedsrichter mit der (Hand)Regelauslegung wie Herr Weiner. Wenn selbst der Lieblings-HSVer sagt, dass es keinen Freistoß hätte geben dürfen… Was dann folgte, war irgendwie Slapstick und dann war er auch drin. Ja nun… Nach Sichtung der Zusammenfassung (das ganze Spiel brauch ich nun auch nicht mehr), hätte ich tatsächlich noch einen Elfmeter für uns gepfiffen. Und das obwohl mich Lennys Fallsucht wirklich zur Weißglut bringt.

Hat Herr Weiner aber nicht. Somit ging das letzte Spiel des Jahres verloren. Ja mei, wie der Bayer sagt. Wir haben 30 Punkte, überwintern schlechtestenfalls auf Platz 6. Hätte uns das jemand im Juli gesagt, hätten wir wohl alle unterschrieben.

Wir sind dann wie immer noch zur Domschänke um das Jahr ausklingen zu lassen, als sich die Polizei plötzlich massiv formierte. Diffidati-Marsch von USP aufgrund der zahlreich verhängten Stadionverbote. Was man allerdings mit Polizeipferden ausrichten will, wenn Feuerwerkskörper im Spiel sind und die armen Tiere völlig panisch reagieren, erschließt sich mir – wie eigentlich fast immer bei „Polizeitaktik“ – nicht.

Da ich merkte, wie sehr mein Körper immer noch auf Reserve läuft, habe ich mich früh verabschiedet und den Herrn Wombat noch zum Bahnhof gebracht. Vor dem Bahnhof verabschiedet, zum Hotel gegangen, auf der Hälfte des Weges „Zug hat Verspätung“ und was macht man für seine Lieblingsmenschen, man dreht um, trifft sich wieder dort, wo man sich 5 Minuten vorher verabschiedet hat und ratscht eben noch eine Runde. Dieses Mal hab ich gewartet, bis der werte Herr in den Zug gestiegen ist, die Türen zu waren und der Zug losfuhr, bevor ich mich dann in mein warmes Bettchen aufgemacht habe.

Am nächsten Tag ging es dann mit Franzbrötchen und Erinnerungen an ein insgesamt schönes Fußballjahr wieder zurück nach München. Auf einer erneut ereignislosen Fahrt. Zum Jahresende wollte die Bahn offensichtlich noch mal beweisen, dass sie auch anders kann, als dieses Jahr auch schon erlebt.

Mir bleibt nur noch euch ein paar schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Genießt die Winterpause und denkt mal an was anderes als an Fußball. Ich freu mich jedenfalls drauf. Aber ich freu mich auch auf das Spiel in Fürth, das bekanntlich eh was Besonderes für mich ist.

Bis dahin

Forza FCSP!

 

P.S.: Der Titel geht auf eine Twitterumfrage zurück, da ich zwar den Text hatte, mir aber absolut kein Titel einfallen wollte.

Nachfolgend ein „Best of“ der Vorschläge:

Auswärtsheimspiel vs. Heimauswärtsspiel

Eigentlich wollte ich ja gar nichts schreiben, aber nach dem auch sonst fast niemand (außer den üblichen Verdächtigen) geschrieben hat, habe ich mich doch dazu hinreißen lassen.

Was ist nun eigentlich die richtige Bezeichnung für ein Auswärtsspiel deines Vereins in deinem Wohnort? Eigentlich auch egal, jedenfalls war klar, dass ich da hinfahre. Und zwar mit Anhang. Also nicht nur dem weiß-grünen Schnucki, sondern auch mit den blauen Eltern. Ja, ich weiß, dass das Verhältnis zu den Löwen ein besonderes (vorsichtig ausgedrückt) ist. Das ändert aber nun mal nichts an der familiären Verbundenheit. Und deshalb ärgern mich gewisse Aussagen. Sehr zum Teil. Gerade von Leuten, die ich ansonsten schätze. Und was mich noch mehr ärgert, sind Pauschalverurteilungen à la „Alle Löwen-Fans sind so und so“. Trifft mit Sicherheit genauso zu wie alle „Pauli-Fans“ gleich sind.

Vor dem Spiel am Samstag waren die Familie, der Lieblingswombat und ich beim fast schon traditionellen Kaiserschmarrn bei Franzz und Sissi (wie immer ohne Sissi, dafür mit ordentlichem Bier). Am Samstag dann also zeitig zum Stadion gefahren, man wusste ja auch nicht, wie die Einlasskontrollen so sein würden. Auf dem Weg einen Teil der Bezugsgruppe eingesammelt, dafür die Eltern verloren. Aber spätestens am Stadion hätten sich die Wege eh getrennt. Erfolgreich, wenn auch im zweiten Anlauf, eine Bezahlkarte erworben (der Kassierer hatte wohl Angst vor dem Wombat) und rein ins Stadion. Die Kontrollen waren meiner Meinung nach genau gleich oberflächlich wie immer. Noch nie wurde mein Geheimfach in der Tasche gefunden und kontrolliert. Danach Bier und Wurst verspeist, wobei das Bier an Grausamkeit kaum zu überbieten war. Man ist ja Astra gewöhnt, aber das… Noch kurz die nächsten Auswärtsfahrten organisiert (nicht meine, denn ich bin durch für dieses Jahr) und dann im Block Platz bezogen. Und irgendwann festgestellt, dass etwas fehlt. Genau, die Ultras. Es sickerte dann durch, dass es – wie eigentlich jedes Jahr – mal wieder zu Begegnungen der dritten Art mit Team Grün (die jetzt blau sind, aber mir gefällt die Bezeichnung einfach besser) kam. Und es somit 15 Minuten bis nach Anpfiff dauerte, bis der organisierte Support da war. Das hat man auch gemerkt. Wobei auch danach nichts wirklich bei rum kam. Dazu hat die liebe LeWi1910 schon was geschrieben (Link s. unten), ich sehe es genauso und möchte mich nicht wiederholen. Warum man Megaphone verbietet und welche Gefahr von diesen harmlosen Dingern ausgeht, darf mir gerne jemand erklären. Auf jeden Fall war die Stimmung eher mäßig. Auch meine eigene muss ich ehrlich gestehen. Irgendwie hatte ich spätestens Mitte der erste Hälfte das Gefühl, dass wir das keinesfalls gewinnen würden. Ich wäre also mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Aber dazu darf man die Gegner dann nicht einfach in der Gegend stehen lassen. Dass wir nicht noch gefragt haben, ob er gerne einen Tee hätte, bevor er abzieht, war gerade alles. Wir haben wirklich schon besser verteidigt. Naja, was solls. Spiel verloren, trotzdem noch Dritter, wenn uns das im Juli jemand gesagt hätte, hätten wir das sofort genommen.

Schnucki fuhr mit einem Teil der Bezugsgruppe gen Heimat, ich begleitete den Rest zum Bahnhof, wo wir die liebevolle Münchner Gastfreundschaft genießen durften und uns erst mal mitgeteilt wurde, was wir alles nicht dürfen (ich weiß immer noch nicht, ob atmen eigentlich erlaubt war, wir haben es todesmutig trotzdem gewagt). Ich bin danach zu meinen glücklichen Eltern gefahren und musste auch noch das Essen bezahlen. So läuft das bei uns mit den Verlierern. Lieblingssatz des Tages kam dann auch von meiner Mama: „Dass man auf Lenny nicht hätte aufpassen müssen, war ja klar, schließlich warst du im Stadion.“ Vielen Dank auch.

Ein Thema, welches nur am Rande mit dem Spiel zu tun hat, ist das hier:

Dazu mal mein Senf:

  1. Der Tweet ist unabhängig vom genannten Spieler daneben.
  2. Ich habe die Ironie erkannt, finde sie aber trotzdem nicht angebracht.
  3. Söldner und Versager ist für mich grenzwertig, H…sohn geht aus meiner Sicht gar nicht. Nicht über den eigenen Spieler und auch nicht über den Gegner.

Hab ich hier dann auch kommuniziert:

Und ja, ich werde auch kein Freund von Verhoek mehr, beispielsweise. Aber das hab ich noch nie gesagt und schon gar nicht öffentlich geschrieben.

Das wollte ich noch loswerden. Wahrscheinlich habe ich hier aber eine zu romantisch-verklärte Vorstellung vom Fußball im Allgemeinen und Fußballfans des FCSP im Besonderen.

Ansonsten freue ich mich sehr auf das nächste Heimspiel, ich hab nämlich schon wieder Sehnsucht nach Hamburg und dem Millerntor.

Bis dahin: Voran magischer FC!

Es schrieben auch:

https://couchgepoebel.wordpress.com/2015/11/23/eben-nicht-nur-fussball/

Mit einem Teil zum Antrag des FCSP auf der Irgendwas-Versammlung von der DFL: http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=7901

Nicht zum Spiel, aber zum oben erwähnten Antrag: http://blog.uebersteiger.de/2015/11/23/der-antrag/

 

Kann man mal so machen

Sagt der vierfache Torschütze nach dem Spiel. Jedenfalls wenn ich richtig Lippen lesen kann.

Kann man schon. Bringt das Fangirl aber in ein Dilemma. Ins Quoten-Dilemma. 3:12 Tore im Vergleich Fangirl-Anwesen- zu Fangirl-Abwesenheit. Was willst du mir damit sagen, mein Junge? Du wirst mich nicht los, egal was du machst 😉

Ich war nicht dort. Habt ihr euch vermutlich schon selbst zusammengerechnet. Und ich hatte heute früh schon so eine unbestimmte Sehnsucht. Eigentlich mehr nach meiner Bezugsgruppe. Nur noch zwei Heimspiele dieses Jahr für mich. Dann 7 Wochen Pause. 7 Wochen ohne Hamburg. 7 Wochen ohne Bezugsgruppe. Ja, auch 7 Wochen ohne Lenny.

So entspannt das Wochenende war, so nervös war ich heute. Mein Chef machte einen weiten Bogen um mich. Er hat sich wohl insgeheim gewünscht, ich wäre nach Hamburg gefahren. Tja Chef, einfach mal die Urlaubstage erhöhen, dann klappts auch mit der ausgeglichenen Assistentin.

Egal, also ich war jedenfalls nicht da und wir witzelten schon, wie viele Tore Lenny schießen würde. Vor allem, weil die geschätzte Leonie wie in Leipzig anwesend war und ihn quasi „geerbt“ hatte. Konnte also nichts schief gehen. Haha. Je nach Blickwinkel natürlich. Ihr erwartet hier jetzt hoffentlich keinen detaillierten Spielbericht, denn den könnte ich auch unter Androhung der Todesstrafe nicht lieferen. Mein Spiel war etwa so: Lenny Tor, Lachen, zweites Lenny Tor, hysterisches Lachen, eine Packung Schokomandeln, Halbzeit, einigermaßen gefangen, drittes Lenny Tor, Sprachlosigkeit, Chips, viertes Lenny-Tor, Dauer-Kopfschütteln.

Wenn der Nachbar das Spiel nicht gesehen hat, geht er von einem 2:0 aus, da ich danach komplett aufgehört habe, irgendwas von mir zu geben. Okay, bis auf einen Ballverlust von dem Kerl, der mich tatsächlich geärgert hatauf die Palme gebracht hat. Bin also doch noch ich, hatte mich schon selbst kurz erschrocken.

Ich hab so wahnsinnig viele liebe Nachrichten bekommen, dass man meinen könnte, ICH hätte die Tore selbst gemacht. Oder auch nur irgendwas dazu beigetragen. Wer den Millerton gehört hat (oder ab und zu Ewald lauscht), dem werden Spiegelneuronen was sagen. Vorweg: Ich glaube daran. Trotzdem: Das einzige, was ich zu den vier Toren beigetragen habe – wenn überhaupt, ist der Glaube an Lenny. Für die einen ist es Boller, Ebbe, Bruns, Pliquett oder Naki, Gunesch, Stanislawski, für mich wird Lenny immer der Spieler sein, der einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen wird. Die Begründung ist so dämlich, wie naheliegend. Die Art und Weise, wie mit ihm umgegangen wurde, bei Twitter, Facebook, im Forum, war für mich unerträglich. Und ich hab schon immer zu den Underdogs gehalten. Also liebe Hater da draußen, ihr habt mich zu dem gemacht, was ich bin, ein total durchgedrehtes Lenny-Fangirl. Das heute einfach nur unheimlich stolz auf den Jungen ist. Meinen Jungen! Heute ohne Anführungszeichen. Ausnahmsweise.

Und weil ich es eh nicht wirklich in Worte fassen kann, lass ich einfach mal meine Timeline und Nachrichten für sich sprechen:

Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank! 😉 Ihr seid großartig! Vor allem diejenigen, die das Fangirl live und in Farbe (vor allem in Ton) ertragen (müssen).

Für mich kommt die Länderspielpause grade richtig. Bis zum Auswärtsheimspiel in München habe ich mich hoffentlich wieder einigermaßen erholt. Tore müssen da wieder die anderen schießen. Lenny ist leider verhindert. Aus Gründen.

Mir bleibt nur zu sagen: Forza Sankt Pauli!

Hier im Ruhrgebiet…

… holen wir den Auswärtssiegpunkt

Freitag nach Bochum. Kam mir irgendwie bekannt vor. Hatten wir ja vor knapp einem Jahr erst. Dieses Mal war es schon vor Fahrtantritt ein Theater. Aufgrund des Stellwerkbrands in Mühlheim fuhr der ursprünglich angedachte Zug nicht, der danach ausgesuchte, fuhr laut Anzeige nur bis Essen. Durchgesagt wurde dann doch Dortmund und ich entspannte mich in der 1. Klasse ohne nervige Mitreisende. Eigentlich wollten wir uns zu dritt am Bahnhof treffen, aber Bezugsgruppenmitglied Nr. 1 musste aufgrund einer Verletzung kurzfristig passen. Bei Nr. 2 lief es zugtechnisch nicht ganz so optimal, aber wir hatten trotz Umleitung über Gelsenkirchen (eine Stadt, die für mich bis zum zehnten Lebensjahr nicht existierte; ich war immer der Meinung, dass das Schalke heißt) noch genügend Zeit bei angenehmen spätsommerlichen/frühherbstlichen Temperaturen zum Stadion zu laufen.

Die Klamottenfrage war gar nicht so einfach zu beantworten, da Bochum selbst abends 15 Grad vorhersagte. Aber nach meiner Mecker- und Motzarie vom letzten Sonntag war zumindest klar, dass das Lenny-Trikot sozusagen als Entschuldigung mit musste. Ich bin aber offensichtlich nicht die Einzige mit Ahnung vom Fußball *hust*

Der hatte an diesem Abend eigentlich auch nichts zu befürchten, jedenfalls nicht von mir, denn ich hatte mir ein Meckerverbot auferlegt. Dazu später mehr. Am Stadion angelangt, haben wir den Rest der Bezugsgruppe getroffen, die für mich dieses Mal aus einigen neuen Gesichtern bestand. Dann das Ärgernis des Tages: Die Toiletten im Stadion. Ich bin da nun wirklich nicht empfindlich, aber wenn das Wasser überläuft bzw. aus dem Abfluss hochgluckert, ist das wirklich unschön. Danach ab in den Block. Und wie schon letztes Jahr die Frage: Wie kann man so einen sch… Gästeblock in so ein hübsches Stadion bauen? Ich glaube, es gibt kaum einen Platz von dem aus man das ganze Spielfeld sehen kann. Mir fehlte jedenfalls zunächst unsere rechte Offensiv- und nach dem Wechsel die linke Defensivseite. War vielleicht auch besser so, denn dieses Gewackel in der Abwehr war teilweise abenteuerlich. Das Gegentor haben wir uns quasi selbst eingeschenkt und ich bin nach wie vor der Meinung, dass Bochum mehr Chancen hatte als wir und das Unentschieden somit eher schmeichelhaft für uns war. Wer mich richtig auf die Palme gebracht hat, war allerdings der Schiri. Gefühlt hat er außer dem Elfer gar nichts für uns gepfiffen. Und ausgerechnet der war dann auch noch unberechtigt. So wollte Lasse dann offensichtlich auch nicht gewinnen und hat ihn verschossen. Kann mal passieren, wird ihm wohl keiner den Kopf abreißen. A propos: Das mit dem Meckerverbot hat etwa 22 Minuten geklappt. Dann musste ich mich leider doch aufregen, nur genutzt hat es dieses Mal nichts. Aber mein neues Credo lautet:

Ich fand die Stimmung im Block eigentlich wirklich gut, die Jungs auf dem Zaun waren hingegen nicht so zufrieden. Und erschienen nach der Halbzeit nicht mehr. Huch, was ist denn jetzt passiert? Der Vorsänger machte dann kurz eine Durchsage, von der ich nur „Ordner“ und „Stadionverbot“ verstand. Inzwischen weiß ich, dass es um den Rollifahrer ging, der nach der Halbzeit nicht mehr da stehen durfte, wo er die vorherigen 45 Minuten keinen gestört hatte. Nach einer klaren Ansage, ging es dann aber offensichtlich doch. Danke dafür Mädels und Jungs!

Nach Abpfiff die Mannschaft gefeiert und zu Fuß in die Innenstadt gewandert. Wir landeten dann gleich im ersten Lokal am Bermudadreieck, wo man aber draußen unter einem Heizstrahler(chen) sitzen und (mehr oder weniger) leckere Drinks genießen konnte. War eine sehr nette Runde, die ich dann Richtung Hotel verlassen habe. Hat mich aber sehr gefreut, mal ein paar neue Gesichter kennenzulernen.

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht (trotz Zimmer Richtung Bahngleise) und einem schnellen Frühstück ging es mit dem Zug zurück nach München.

Fazit des Ausflugs: 1 Punkt, liebe Menschen getroffen, einen Fangirl-Moment mehr (den behalte ich ausnahmsweise für mich) und 23 von 40 Punkten nach dem 13. Spieltag. Aber:

In welcher Liga wird man dann sehen, ich bin ja mit der jetzigen ganz zufrieden auch wenn mir erklärt wurde, dass man auf Einzelschicksale wie mich leider keine Rücksicht nehmen könne.

In diesem Sinne: Voran FC Sankt Pauli, wir wollen dich spielen und auch siegen sehen!

Es schrieben auch:

https://kleinertod.wordpress.com/2015/11/01/die-schnecke-macht-den-unterschied-fcsp-unentschieden-nach-einem-riesenspiel-beim-vfl/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=facebook

http://randnotizen.schuninio.de/tief-im-westen/

10 (zum Glück nicht) nackte Friseusen

Um mir den Stress eines 19 Stunden Tages zu ersparen, reiste ich ganz entspannt am Samstag an. Dachte ich. Bis in Augsburg zehn (ich hab sie tatsächlich zwei Mal gezählt) Friseusen (stellte sich später im „Gespräch“ heraus) einstiegen, die erst mal die Leute, die auf ihren reservierten Plätzen (die Reservierungen wurden mal wieder nicht angezeigt) saßen, verjagten um dann lautstark das ganze Abteil zu unterhalten. Sie erfüllten JEDES Klischee und deshalb kam mir auch sofort der Song, dem ihr diesen Blogtitel zu verdanken habt, in den Sinn. Zum Glück behielten sie die Klamotten an. Aber ansonsten war es wirklich anstrengend, vor allem als dann der Mon Cherie Likör ausgeschenkt wurde. Selten war ich so froh, in Hamburg aussteigen zu dürfen. Dieses Mal habe ich in einem anderen Hotel übernachtet, war nicht schlecht, aber nichts ist so gut wie der Blick aufs Millerntor vom Hotelzimmer aus.

Abends noch mit Tascha beim Italiener eine gute Flasche Wein geleert und die Lage der Nation des Vereins besprochen. Dann ab ins Bett und die Verlängerung durch die Zeitumstellung sinnvoll zum Ausschlafen genutzt. Zum Frühstück gings ins Schanzenviertel, wo wir uns ausgiebig stärken konnten. Am Stadion dann den Rest der Bezugsgruppe getroffen und irgendwann in den Block aufgebrochen.

Ich musste heute kurz daran denken, wie ich früher immer auf die Aufstellung gespannt war, um zu erfahren, ob Lenny spielt. Momentan ist das schon zur Gewohnheit worden und das ist schön und freut mich vor allem für ihn, aber die „großen“ Gefühlsausbrüche gibt es dadurch nicht mehr. Dachte ich. Doch heute ging mir der arme Kerl ziemlich genau 90. Minuten ziemlich auf den Keks. Und das habe ich mehrfach lautstark kundgetan. Ich war sogar schon kurz davor mir ein neues Fangirl-Objekt zu suchen. Sebastian befand dann aber, dass Buba doch gut spielt und ich ihn somit lieber in Ruhe lassen solle. (Ich werde hier einfach nicht ernst genommen, scheint mir). Zur Freude aller prophezeite ich dann noch „Wir schießen heute kein Tor.“ Zwei Minuten später fiel das Abseitstor durch Schnecke. Ich korrigiert auf „kein reguläres Tor“ und unkte „Wir machen in der 89. einen individuellen Fehler und fangen das Gegentor.“ Wie ich es liebe, wenn ich Unrecht habe. Und wie gut Lenny zu wissen scheint, wenn ich richtig sauer bin. Denn von ihm kam der Assist zum 1:0 in der Nachspielzeit durch Ratsche. Dem zweiten, dem heute eigentlich nichts gelingen wollte. Aber danach fragt hinterher bekanntlich niemand mehr, wenn du triffst. Das Spiel war wirklich kein Hochgenuss, denn wir standen sehr tief, wobei ich finde, dass das gegen den Tabellenführer und besten Angriff der Liga ein durchaus probates Mittel ist. Die unspektakuläre Partie schlug sich auch auf das Publikum nieder. Das Millerntor war genau drei Mal laut: Bei der Begrüßung von und durch Ewald, beim Tor und bei der Pyroaktion der Süd. Man mag zu Pyro stehen, wie man will, aber dann zu singen „Ihr seid doof“ war mein persönlicher Tiefpunkt.

Eher so Kindergartenniveau. Muss aber jeder selbst wissen, auch in unserer Gruppe herrscht dazu keine Einigkeit. Fakt ist, es ist verboten und kostet Geld. Das Argument der Gefährdung kann ich aber nicht gelten lassen, da ja nicht mitten in der Menge gezündelt wurde und bei uns auch noch nie wurde, wenn ich mich recht erinnere.

Abpfiff, Glückseligkeit, Nachspiel an der Domschänke. Alles wie immer. Dann ab zum Zug und dieses Mal wurden zwar die Reservierungen angezeigt, dafür war der Zug aber brechend voll und kaum war man mal kurz auf die Toilette verschwunden, wurde einem schon der Platz streitig gemacht. Nach Hannover war es dann leerer und ich schlummerte tatsächlich bis Fulda so vor mich hin. In München angekommen, realisierte ich dann auch endlich, dass wir das Ding tatsächlich gewonnen und schon 22 von 40 Punkten geholt haben.

Jetzt geht es nach Bochum, zum Tabellenvierten. Die Anreise wird sich aufgrund des Stellwerkbrands in Mühlheim wohl etwas abenteuerlicher gestalten, aber vielleicht entschädigt mich der magische FC ja wieder so gut, wie dieses Mal.

Und wenn Lenny in Bochum ein ganzes Tor statt ein „halbes“ (Zitat Lieblings-HSVer) schießt, muss er sich auch nicht vor Konkurrenz fürchten.

Also: Voran magischer FC!

Es schrieben auch:

http://grenzenlos1910.com/oben-auf-und-oben-dran/

http://www.stefangroenveld.de/2015/war-ja-klar/

http://beebleblox.blogspot.de/2015/10/beinahe-bundesligafeeling-fcsp.html

http://blog.uebersteiger.de/2015/10/26/12-spieltag-h-sc-freiburg/